Geierlay – Hängeseilbrücke Mörsdorf

Geierlay, die Hängeseilbrücke in Mörsdorf – Seit ihrer Eröffnung im Jahre 2015 ist die Hängeseilbrücke Mörsdorf, die den Namen “Geierlay” trägt, die längste in Deutschland und die zweitlängste in Europa. Sie erstreckt sich über eine Länge von 360 Metern. Und das an der höchsten Stelle stolze 100 Meter über dem Mörsdorfer Bachtal! Wer das beeindruckende Bauwerk besuchen möchte, sollte also neben robusten Wanderstiefeln auch eine gehörige Portion Höhentauglichkeit mitbringen…

Opening_Bruecke_Moersdorf_2015_-_77

Ein Technik-Wunderwerk im Herzen des Hünsrück

Die Hängeseilbrücke Geierlay ist mit einem Eigengewicht von über 60 Tonnen ein echtes Wunder der Ingenieurskunst. Sie wurde von Firmen aus der Schweiz nach dem Vorbild der sogenannten nepalesischen Hängeseilbrücke konstruiert und trägt bei einem Durchschnittsgewicht von 80 Kilogramm pro Person bis zu 950 Fußgänger gleichzeitig. Die Verankerungen der Drahtseile wurden bis zu 25 Meter tief in die Felsen einzementiert. Die Liste der Superlative könnte man beliebig erweitern. Der Name der Brücke wurde übrigens vom Flurnamen der Gemarkung übernommen, auf der sie sich befindet. Entschieden wurde dies durch einen öffentlichen Namenswettbewerb. Dreh- und Angelpunkt des Geierlay-Konzepts ist das Besucherzentrum in Mörsdorf, das mit Parkplätzen für PKW und Reisebussen aufwartet. Außerdem lädt ein Bistro zum Schlemmen ein. Die Hängebrücke selbst befindet sich 1,8 Kilometer vom Besucherzentrum entfernt. Die Strecke kann nur zu Fuß oder mit dem Rad über einen gut befestigten Weg zurückgelegt werden.

haengeseilbruecke-moersdorf

Wandern in luftiger Höhe

Natürlich bietet sich die Hängeseilbrücke Geierlay, die die Ortschaften Mörsdorf und Sosberg miteinander verbindet, als Etappe einer aufregenden Wandertour an. Sie kreuzt den Saar-Hünsrück-Steig zwischen Etappe 19 und Etappe 20 und ist selbst Bestandteil der beiden Geierlay-Rundwege. Die große Geierlayschleife führt dabei vom Besucherzentrum in Mörsdorf über die Hängeseilbrücke und einen Teil des Saar-Hünsrück-Steigs unter der Brücke hindurch wieder zum Ausgangspunkt zurück. Insgesamt werden beim Bewandern dieses Rundwegs rund 5,5 Kilometer zurückgelegt. Die kleine Geierlayschleife mit etwa 3,6 Kilometern Länge führt vom Brückenkopf in Mörsdorf aus über einen Wiesenweg und ein kleines Waldstück wieder zurück zum Besucherzentrum. Der atemberaubende Ausblick, den man von der Hängeseilbrücke aus auf einen der schönsten Flecken Natur in Deutschland genießt, brennt sich regelrecht in die Netzhaut ein. Viele nicht schwindelfreie Touristen besuchen die Geierlay sogar, ohne sie betreten zu wollen und sind einfach nur von der Technik beeindruckt.

Opening_Bruecke_Moersdorf_2015_-_28

Ein vielfältiges Ausflugsziel

Die Hängeseilbrücke Mörsdorf eignet sich jedoch nicht “nur” zum Wandern. Die Montainbike-Touren rund um Treis-Karden finden zum Beispiel nur wenige Kilometer entfernt statt. Das macht die Geierlay zu einem attraktiven Ziel für Mountainbiker. Allerdings müssen Fahrräder über die Douglasien-Planken der Brücke geschoben werden. Das Befahren der Fußgängerbrücke ist nicht gestattet.

Für Firmenausflüge bietet sich ein BBQ an einer urigen Hütte in der Umgebung an. Natürlich erst, nachdem ausgiebig auf Teambuilding gesetzt wurde. Das Bodenschießen an einer mittelalterlichen Burgruine ist dabei mehr als nur ein optionaler Programmpunkt. Die individuell buchbare “Geierlay Challenge” schmiedet aus Arbeitskollegen ein unschlagbares Team!

Ob als Firmenevent oder privater Ausflug: Die Hängeseilbrücke Geierlay bei Mörsdorf ist ein Ausflugsziel mit magischer Anziehungskraft. Selbst, wenn man nicht den Mut hat, Deutschlands längste Hängebrücke auch tatsächlich zu überqueren. Ein buchstäblich atemberaubendes Abenteuer inmitten des Hunsrücks!